Schweizer Wanderleiter

Schweize Gesetzgebung für ausländischen Wanderleiter

Berufsausübung als Wanderleiter in der Schweiz

Für Angehörige der EU/EFTA-Mitgliedsstaaten

  1. Wanderungen, die von einem selbstständigen Dienstleister auf Schweizer Territorium - egal in welcher Geländeform - angeboten werden, müssen ab dem 9. Tag dem Staatssekretariat für Migration (SEM) gemeldet werden. Die Tätigkeit muss 8 Tage vor Beginn angezeigt werden.
  2. Gemäss Risikoaktivitätengesetz unterstehen Sommerwanderungen im Schwierigkeits-bereich T4 und Winterwanderungen im WT3 der Bewilligungspflicht (früher war der Zugang zum WT3 über die Baumgrenze geregelt).
  3. Die Bewilligung wird erst nach einer entsprechenden Meldung beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) erteilt. Diese Meldung ist vor Aufnahme der Tätigkeit abzugeben und ab dem ersten verdienten Franken obligatorisch (früher war diese Meldung ab einer 10-tägigen Tätigkeit obligatorisch. Unter einem Verdienst von 2'300 CHF wurde die Tätigkeit nicht als gewerbsmässig betrachtet). Sie muss jedes Jahr beim SBFI erneuert werden.
  4. Die Bewilligung zur Berufsausübung ist in demjenigen Kanton zu beantragen, in dem die Tätigkeit hauptsächlich ausgeübt wird. Finden die geplanten Tätigkeiten in der gesamten Schweiz statt, kann der Antrag beim Kanton Bern gestellt werden.
  5. Von der UIMLA anerkannte ausländische Diplome gelten als gleichwertig zum Eidgenössischen Fachausweis für Wanderleiter und ermöglichen somit den Erhalt der Bewilligung.
  6. Der Schwierigkeitsbereich T4 ist für Inhaber einer Bewilligung zugänglich, wenn er eine Zusatzausbildung absolviert hat, die vom ASAM-SWL organisiert oder bestätigt wird.
  7. Die Betreuung gegen Vergütung auf Wegen der Schwierigkeitsbereiche T1 bis T3 erfordert weder ein Diplom noch eine Meldung an das SBFI; das gleiche gilt im Winter für die Schwierigkeitsbereiche WT1 und WT2 (die Meldung an das SEM bleibt jedoch in allen Fällen ab dem 9. Tag obligatorisch).

Internet-Links für Angehörige der EU/EFTA-Mitgliedsstaaten
Meldung an das SBFI: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/diploma/meldeverfahren-fuer-dienstleistungserbringende-aus-der-eu-efta.html (für Angehörige der EU/EFTA-Staaten, 1 Jahr gültig)
Meldung an das SEM: https://www.sem.admin.ch/sem/de/home.html > Einreise & Aufenthalt > Personenfreizügigkeit Schweiz - EU/EFTA > Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit
Antrag auf Bewilligung, Kantonale Kontaktstellen: https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/gesetz-ueber-risikosportarten/merkblaetter-und-links.html


Für Nicht-Angehörige der EU/EFTA-Mitgliedsstaaten (Drittstaaten)

  1. Wanderungen, die von einem selbstständigen Dienstleister auf Schweizer Territorium - egal in welcher Geländeform - angeboten werden, müssen zuvor vom Staatssekretariat für Migration (SEM) genehmigt werden.
  2. Gemäss Risikoaktivitätengesetz unterstehen Sommerwanderungen im Schwierigkeits-bereich T4 sowie Winterwanderungen im WT3 der Bewilligungspflicht (früher war der Zugang zum WT3 über die Baumgrenze geregelt).
  3. Die Bewilligung wird nur nach Anerkennung des Diploms durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) für 4 Jahre erteilt. Die Meldung muss vor Aufnahme der Tätigkeit abgegeben werden und ist ab dem 1. verdienten Franken obligatorisch.
  4. Die Bewilligung zur Berufsausübung ist in demjenigen Kanton zu beantragen, in dem die Tätigkeit hauptsächlich ausgeübt wird. Finden die geplanten Tätigkeiten in der gesamten Schweiz statt, kann der Antrag beim Kanton Bern gestellt werden.
  5. Von der UIMLA anerkannte ausländische Diplome gelten als gleichwertig zum Eidgenössischen Fachausweis für Wanderleiter und ermöglichen somit den Erhalt der Bewilligung.
  6. Der Schwierigkeitsbereich T4 ist für Inhaber einer Bewilligung zugänglich, wenn er eine Zusatzausbildung absolviert hat, die vom ASAM-SWL organisiert oder bestätigt wird.
  7. Die Betreuung gegen Vergütung auf Wegen der Schwierigkeitsbereiche T1 bis T3 erfordert weder ein Diplom noch eine Meldung an das SBFI; das gleiche gilt im Winter für die Schwierigkeitsbereiche WT1 und WT2 (die Meldung an das SEM bleibt jedoch obligatorisch).

Internet-Links für Nicht-Angehörige der EU/EFTA-Mitgliedsstaaten (Drittstaaten)
SBFI - Anerkennung des Diploms: https://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/diploma/anerkennungsverfahren-bei-niederlassung/verfahren-beim-sbfi/ablauf-und-dauer.html
SEM - Bewilligung: www.sem.admin.ch > Einreise & Aufenthalt > Aufenthalt
Antrag auf Bewilligung, Kantonale Kontaktstellen: https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/gesetz-ueber-risikosportarten/merkblaetter-und-links.html

Weitere Links
Gesetzliche Grundlagen für Risikosportarten: https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/gesetz-ueber-risikosportarten.html
Das Bundesgesetz über Risikosportarten herunterladen: https://www.admin.ch/opc/de/official-compilation/2013/441.pdf
Die Verordnung über Risikoaktivitäten herunterladen: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20180563/201905010000/935.911.pdf

Fragen können Sie richten an: info@asam-swl.ch